Ansprechpartner
Herr
Erol Abi
Tel: 05151 4012-22
e.abi[at]drk-hameln-pyrmont[dot]de
Kaiserstraße 34
31785 Hameln
Fragen und Antworten zur Altkleiderspende

- Im DRK-Shop gibt es gut erhaltene Gebrauchtkleidung für Jedermann. Foto:Symann
Ein bisschen Platz im Kleiderschrank kann nicht schaden. Also raus mit den alten Klamotten. Doch wohin damit? In den Altkleidersack oder zum Deutschen Roten Kreuz? Was machen die eigentlich mit den gespendeten Kleidungsstücken? Hier erhalten Sie einige Antworten zum Thema.
Wozu werden Altkleider beim DRK gesammelt?
Die gespendete Kleidung wird bei uns sortiert und dann in unseren DRK-Shops für wenig Geld verkauft. So erhalten viele Menschen die Möglichkeit, gute Gebrauchtkleidung zum kleinen Preis zu erhalten. Mit diesem Vorgehen verhindern wir, dass die Altkleider in den Müll wandern und somit niemandem nutzen bzw. dort verbrannt werden oder Deponien belasten. In Notfällen erhalten Hilfsbedürftige die Kleidung auch kostenlos.
Ein weiterer Punkt ist, dass wir durch den Verkauf der Altkleider in den Shops Arbeitsplätze schaffen: Von der Verkäuferin bis hin zum Lkw-Fahrer können wir jede helfende Hand brauchen. Auch ehrenamtliche Helfer unterstützen uns dabei tatkräftig.
Aus den Erlösen des Verkaufs werden die Mitarbeiter bezahlt, die Container- und auch Raummieten beglichen und die Fahrzeuge für den Transport finanziert.
Die Altkleidersammlung ist aber auch eine wichtige und große Säule zur Finanzierung unserer ehrenamtlich geprägten Arbeit. Dazu gehören unter anderem Bereiche wie die Bereitschaften, der Katastrophenschutz, die allgemeine Fürsorge und auch das Jugendrotkreuz.
Was passiert mit den Kleidungsstücken, die nicht in den Shops verkauft werden?
Die eingegangenen Kleiderspenden werden durch unsere Mitarbeiter sortiert. Ein großer Teil ist dabei so gut erhalten, dass diese Stücke in den Verkauf gehen können. Der andere Teil wird von uns weiterverkauft. So landen auch die nicht für den Verkauf geeineten Kleidungsstücke nicht auf dem Müll. Dabei kooperieren wir mit dem DRK-Kreisverband Stade, der wiederum über Makler mit zertifizierten Kleiderverwertern bzw. Recyclingunternehmen zusammenarbeiten. So werden aus den gespendeten Kleidungsstücken zum Beispiel Polsterungen für Autositze.
Wird der Textilmarkt (z.B. in Tansania) durch die Spenden zerstört?
Da wir hier nur für unseren kleinen Bereich der Kleiderspenden einen Überblick erhalten, müssen wir an dieser Stelle das DRK-Generalsekretariat in Berlin sprechen lassen. Hier heißt es:
Ob das tatsächlich der Fall ist, darüber sind sich auch Experten nicht einig. Studien des Fachverbandes FairWertung in Kamerun un Tansania haben ergeben, dass die Altkleidermärkte gerade von Geringverdienern in diesen Ländern gut angenommen werden. Im Gegensatz zur lokal produzierten Kleidung, die oft eher Kunsthandwerk als Gebrauchsware ist, sind die importierten Altkleider auch für arme Menschen dort noch erschwinglich. FairWertung hat auch herausgefunden, dass in diesen Ländern dadurch sogar neue Arbeitsplätze entstanden sind, da eine große Anzahl von Menschen vom Handel oder dem Umarbeiten der Secondhand-Kleidung profitieren.
Kann man bestimmen, wo die eigene Altkleiderspende hingeht?
Grundsätzlich ist dies fast unmöglich. Es sei denn, man kennt selbst zum Beispiel eine bedürftige Familie und gibt die Kleidungsstücke direkt dort ab.


